Was bedeutet KINK



Das Wort "Kink" kommt aus dem Englischen, dort ist es eine Substantivierung des Adjektivs "kinky" welches sich mit "abartig", "pervers" oder "verdreht" übersetzen lässt. "Kink" ist demnach "Perversion" oder "Abart". In der BDSM Community wird "Kink" als Gattungsbegriff für Spielarten oder sexuelle Präferenzen verwendet. Dort ist der Begriff positiv besetzt, die ursprünglich teilweise negative, kritische Verwendung wird absichtlich ironisch invertiert.

Welche Kinks gibt es und welche Begriffe gehören dazu?

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


24/7

 24/7 bedeutet das Machtgefälle existiert 24 Stunden an 7 Tagen die Woche und 365 Tage im Jahr in dieser BDSM Beziehung. Es ist also immer da ABER es muss nicht immer aktiv ausgelebt werden. Es bedeutet nur, dass es zu jeder Zeit vom dominanten Part genutzt werden kann. Das Machtgefühl und die Unterordnung bestehen somit auch außerhalb einer Session.


Aftercare

  Aftercare ist die Nachsorge die im Anschluss an eine BDSM Session nötig oder auch nur schön ist. Es geht darum eine Session gut ausklingen zu lassen und bei Notfällen auch über die direkt anschließende Zeit dem Partner hilfreich zur Seite zu stehen.
BDSM kann dazu führen, dass man sich verliert, emotional oder auch physisch verletzt wurde oder auch nur ein großes Bedürfnis nach Nähe hat. Dem Partner dabei zu helfen in den Alltag zurückzufinden und Probleme die durch das gemeinsame BDSM entstanden sind zu beseitigen. Es ist also keine reine Wundversorgung oder die Hilfe bei Abstürzen sondern soll mögliche negative Aspekte die durch BDSM entstehen können lindern.


Ageplay

  Beim Ageplay schlüpft mindestens einer der Beteiligten Spieler in eine Rolle die nicht seinem Alter entspricht, sondern von diesem signifikant abweicht, was auch in einer Verhaltensänderung mündet, die in Teilen auch durch optische Veränderung unterstützt wird. Zumeist, aber nicht immer, schlüpft dabei ein Part in eine Rolle die sehr viel jünger ist als seine eigene. Häufig führt die Altersverschiebung zu einer Dominanz bei dem Part der eben nicht künstlich verjüngt wurde.

Agoraphilia

  Agoraphilia ist ein Fetisch für Sex an öffentlichen Orten. Der Begriff ist eine Kombination aus den griechischen Wörtern agora (öffentlicher Ort oder Versammlung) und philia (Liebe oder Anziehung). Sie können Sex im Freien genießen oder einfach nur über diese Praxis phantasieren.


Angstspiele

  Angstspiele sind solche bei denen Ängste gezielt hervorgerufen und für eine Session genutzt werden. Nicht immer muss die Angst wirklich begründet sein, es kann sich um eine Art Mindgame handeln oder es wird mit irrationalen Ängsten des Subs (Clown, Höhe, usw) gespielt. Die Angst kann ausgelöst werden um Stresshormone gezielt freizusetzen, Vertrauen zu testen und auszubauen oder auch einfach die Machtverteilung zu zeigen. Von Angstspielen abzugrenzen sind Manipulationen die Angst verursachen nicht des Spiels willen, sondern zum Beispiel dauerhaft mit Verlustängsten gespielt wird um Sub klein zu machen, dies wäre eine äußerst bedenklich manipulativ und vor allem deskrutive Art der Beziehungsführung.


Atemkontrolle / Breathplay

  Bei der Atemkontrolle (von BDSMlern auch öfters Asphyx genannt) übernimmt der aktive Part die Kontrolle über die Atmung des Passivem. Dabei kann die Atmung erschwert aber auch teilweise oder ganz unterbunden werden. Dabei gibt es unterschiedliche Techniken mit unterschiedlichen Gefährdungspotentialen. Wegen der verschiedenen Gefahren ist eine Information vorab, sowie klare Absprachen und Wissen über den Gesundheitszustand der Beteiligten, besonders wichtig. Es ist eine der wenigen Spielarten im BDSM Bereich bei denen es leider immer wieder zu Todesfällen kam.
Der Kick an dieser Spielart rührt aus der Kontrolle über so etwas lebenswichtigem wie der Sauerstoffversorgung und eben auch den körperlichen Effekt der bei einer gewissen Sauerstoffunterversorgung (Rausch) auftritt.


Barebacking

  Barebacking (engl. „reiten ohne Sattel“, wörtlich: „bare back“ = „nackter Rücken“) war ursprünglich ein Ausdruck schwuler Männer für ungeschützten Analverkehr, welcher inzwischen auch für den ungeschützten Geschlechtsverkehr zwischen Männern und Frauen verwendet wird. Ungeschützter Verkehr bringt ein erhebliches Risiko der Infektion mit sexuell übertragbaren Erkrankungen mit sich.


BDSM

  Der Begriff "BDSM" ist eine Abkürzung für drei Wortpaare, entsprechend sechs Worte:
  • BD - Bondage & Discipline (Fesselung und Disziplinierung)
  • DS - DOMINANCE & SUBMISSION (DOMINANZ UND UNTERWERFUNG)
  • SM - SADISM & MASOCHISM (SADISMUS UND MASOCHISMUS)
Die Buchstaben "D" und "S" werden dabei zweifach verwendet, so dass die sechs Abkürzungen zu dem deutlich griffigeren "BDSM" zusammengezugen werden. Während "BD - Bondage & Discipline" nicht zwingend zusammengehören, sind "DS - Dominance & Submission" und "SM - Sadism & Masochism" jeweils zusammengehörige Begriffspaare, die ein Machtgefälle wischen Partnern beschreiben.
Die sechs Worte, Bondage, Discipline, Dominance, Submission, Sadism und Masochism, beschreiben einen Großteil von dem was man allgemein unter BDSM versteht, sie sind jedoch keineswegs abschließend, je nach Neigung, Interessen und Vorlieben sind konkrete Ausprägungen unterschiedlich.


Begging

  Begging Heißt einfach ausgedrückt das betteln nach mehr. Dies kann so weit geführt werden, das der Sub nie genug hat und immer weiter bettelt ohne selbst seine Grenzen zu beachten.


Bondage

  Bondage bedeutet die Einschränkung oder Aufhebung der Bewegungsfreiheit durch Hilfsmittel. Es ist eine der Hauptkategorien von BDSM. Bondage beschränkt sich nicht nur auf Seile, auch wenn sich diese Spielart zum Teil sehr darauf fixiert. Bondage kann allein oder auch mit anderen Spielarten kombiniert werden. Geht es um das Fixieren mittels Seil wird der fesselnde Part oftmals als Rigger bezeichnet.


Caregiver

  Der Caregiver kümmert sich um sein Little, passt auf sein Kleines auf, pflegt es, behütet es und erzieht es gegebenenfalls. Der Caregiver bringt z.B. sein Little abends ins Bett, liest ihm vielleicht etwas vor. Er badet es, spielt mit ihm, lobt und tadelt sie auch mal. Je nachdem, wie intensiv das Machtgefälle in der Beziehung ist, kann der Caregiver sein Little auch belohnen und bestrafen.


Cupping

  Erotisches Schröpfen bezieht sich auf eine Form des Sinnesspiels, bei dem Tassen, Schalen oder Glocken verwendet werden, um eine Ansaugung (Unterdruck) auf der Haut zu erzeugen. Schröpfen ist eine alte Form der chinesischen Medizin und dient dazu, Blut unter die Haut zu bringen und intensive Empfindungen an lokalen Orten zu erzeugen. Der Druck an sich kann ein erotisches Gefühl sein, aber das Ziehen von Blut in die Haut macht sie auch viel empfindlicher für andere Arten der Stimulation, sobald die Tassen entfernt werden. Beim Cupping werden die Tassen oder Glocken an erogenen Zonen angelegt, wie zB der Brust, Nippel, Innenschenkel oder der Klitoris.


Cutting

  Cutting ist ein Begriff für ein sexuelles Interesse am Schneiden, um Blut zu sehen oder entnehmen. Es können dafür eine Reihe von Instrumenten verwendet werden, darunter Messer und Rasierklingen. Menschen mit Cutting Kink haben auch häufig den Bloodplay Kink.
Zu unterscheiden ist Cutting mit dem emotionalen Drang sich selbst zu verletzen als Strafe oder des lebendig fühlen!


Cock and Ball Torture

  Unter Cock and Ball Torture (engl. für Penis- und Hodenfolter) oder abgekürzt CBT versteht man die sexuelle, lustvoll-schmerzliche Stimulation von Penis und Hodensack. Es ist eine einvernehmliche sexuelle Spielart des BDSM und keine Folter im ethischen Sinn. Das Spektrum der im CBT-Rahmen ausgeübten Praktiken dient, je nach Vorliebe des Bottom (passiven Partners), dazu, leichtes Unbehagen oder leichten bis starken Schmerz zu verursachen. Grundsätzlich sollte der Top (aktive Partner) über grundlegende anatomische Kenntnisse verfügen und sich der Sensibilität der männlichen Geschlechtsorgane bewusst sein. Unterschieden werden kann grob in Ball Torture, bei der die Hoden bzw. der Hodensack im Mittelpunkt stehen, und Cock Torture, bei der sich der Top vor allem mit dem Penis und den ableitenden Harnwegen befasst. Einige Praktiken lassen sich in beiden Bereichen anwenden.


Collar Fetish

  In einem BDSM-Kontext ist ein Collar ein Halsband aus unterschiedlichen Material, das von einer Person um den Hals getragen wird, um ihre Unterwürfigkeits- oder Sklavenstatus in einer BDSM-Beziehung anzuzeigen. Eine Person, die ein Halsband trägt, um ihre Beziehung zu einer anderen Person zu symbolisieren, wird als collared bezeichnet. Einige Leute führen formelle "collaring ceremonies" durch, die als ähnlich feierlich wie eine Trauung angesehen werden und deren Collar eine ähnliche Bedeutung wie ein Ehering hat. Die Standardform eines Collars ist ein schwarzes Lederband um den Hals, häufig mit Metall-D-Ringen, um die Befestigung einer Leine, eines Seils oder anderer Fesseln zu ermöglichen. Um in der Öffentlichkeit diskreter zu sein, tragen manche möglicherweise einen gewöhnlichen Halsreif oder eine Schmuckkette für denselben symbolischen Zweck.


Crossdressing

  Crossdresser sind Menschen, welche sich so kleiden, verhalten und bewegen, dass sie in einem Geschlecht wahrgenommen werden, in dem sie nicht ständig leben. (Das Wort Crossdresser kommt aus dem Englischen. ‚cross‘ heisst so viel wie «kreuzen» und «dress» heisst so viel wie 'sich kleiden’.) Viele männliche Crossdresser spielen die Rolle einer Frau, leben aber in der Regel als Mann. Viele weibliche Crossdresser spielen die Rolle eines Mannes, leben aber in der Regel als Frau. Andere leben dauerhaft in der Rolle des anderen Geschlechts.


Daddyink

  Daddykink wird oft synonym zu DDLG oder CGL verwendet. Allerdings wird im Daddykink in der Regel der sexuelle Aspekt in den Vordergrund gestellt. Oft ist es einfach ein sexuelles Rollenspiel ohne tiefe (sondern höchstens eher oberflächliche), kindliche Gefühle seitens des „Littles“. Wird die Daddykink-Beziehung auch im Alltag gelebt, ist diese oft von vielen Regeln und strengen Strafen geprägt. Im DDLG stehen Liebe und Fürsorge im Vordergrund. Im Daddykink Sex und Härte.


DDLG/DDLB

  DDLG/B ist die Beziehungsdynamik zwischen dem dominanten Daddy und dem devoten LittleGirl/LittleBoy oder geschlechtsneutral einfach CGL (Caregiver/Little). Sie entspringt dem BDSM, hat aber eine ganz eigene Dynamik. Diese Abkürzungen beschreiben eine aus dem BDSM stammende Beziehungsdynamik, wobei es durchaus auch CGL-Beziehungen ohne wirkliche BDSM-Elemente gibt. In der Regel ist es aber eine Spezielle Form von D/S-Beziehung.


Deepthroating

  Deepthroating Auch englisch Deep Throat, wird eine Variante des Oralverkehrs bezeichnet, bei welcher ein Penis oder Dildo gänzlich im Rachen aufgenommen wird.


Devot

  Als devot wird jener Part bezeichnet der das Heft des Handelns an einen anderen abgibt. Er oder sie unterwirft sich damit, in dem Rahmen der von beiden abgesteckt wurde, dem Wohl und Wehe was der dominante Part verlangt oder macht. Devot sein kann daher als (begrenzte) aber immer auch bewusste und freiwillige Abgabe der Entscheidungshoheit über einen Bereich des eigenen Lebens verstanden werden. Zur devoten Seite gehört es zu gehorchen, sich führen und ggf sogar erziehen zu lassen, dem Partner Gutes zu tun, ohne dafür etwas zu erwarten, solange die Tabus geachtet werden keine Widerworte zu geben und den Führungsanspruch des dominanten Parts nicht infrage zu stellen. Je nachdem wie devot eine Person ist, kommt sie dem zuletzt aufgeführten Idealbild eben näher oder auch nicht. Oftmals wird devot so verstanden, dass eine Person vollkommen uneigennützig wäre, dies ist aber sicher keine Voraussetzung sondern stellt eher die Ausnahme dar. Wer eine devote Neigung in sich trägt, will eben, dass diese auch von jemandem bedient wird. Daher ist diese Unterordnung zumeist kein wirklich uneigennützige Handeln sondern dient letztlich ebenso der eigenen Befriedigung.


Dirty Talk

  Dirty Talk (dt.: Schmutziges Reden) oder Verbalerotik ist eine sexuelle Praktik und bezeichnet das Benutzen von erotisierenden oder sehr anschaulichen und direkten Wörtern vor oder während des Geschlechtsverkehrs zur Erhöhung der sexuellen Stimulation.


Discipline

  Discipline kann wörtlich mit "Strafe" übersetzt werden. Der Begriff im BDSM-Kontext beinhaltet aber noch mehr: Disziplinierung. Und Disziplinierung wiederum bedeutet Führung oder auch Zucht, und ist für viele eng mit dem Begriff „Erziehung“ verbunden bzw. gleichzusetzen. Die Erziehung hat den Zweck, Subs Verhalten nach den Vorstellungen und Wünschen von Dom zu formen. Es gibt außerdem die Möglichkeit, dass Sub darum bittet, in eine bestimmte Richtung geführt zu werden, um die von ihr selbst als unerwünscht angesehenen Verhaltensweisen ablegen zu können.


Dom

  Ganz objektiv gesehen ist der Dom derjenige, der in der Hierarchie "oben" steht. Er ist der Top und führt bzw. lenkt die Sub sowie die Handlung in den Sessions nach seinen Wünschen in dem Bereich, wie es ihm die Sub zugestanden hat. Auch wenn er gemeinhin nicht mit Anerkennung rechnen darf, kann er auch Dom sein ohne (viel) Respekt, Empathie und Verantwortungsbewusstsein, wenn (und zwar nur wenn) er eine entsprechende Gegenseite findet, die aus welchen Gründen auch immer dies zulässt und mitmacht. Man kann zwar als Neigung "dominant" sein, aber man ist eigentlich immer nur Dom einer Sub (oder meinetwegen auch mehrerer Subs). Ohne Sub kein Dom.


Domestic Discipline

  Domestic discipline (DD) ist für viele eine Bezeichnung für eine 24/7 Beziehungsform mit permanent präsentem Machtgefälle. Verfehlungen werden innerhalb dieser Beziehung mit negativen Konsequenzen, also Strafen geahndet. Es ist hierbei unerheblich, wie sich die Beziehung ansonsten ausgestaltet, es kann eine klassische Maledom/Femsub Konstellation sein , aber auch Femdom/Malesub, Daddydom/Litlle etc. Die Strafen können körperlich sein, müssen es aber nicht zwingend sein


Edgeplay

  Edgeplay ist eine Spielart von BDSM, die gerade darauf abzielt Grenzen auszuloten und sich hart an der Grenzen des Ertragbaren zu bewegen. Das Risiko einer Grenzüberschreitung wird dabei zumindest bewusst in Kauf genommen, womit es nicht mehr unter den Bereich SSC sondern höchstens RACK fallen dürfte. Es geht also um extreme Spielarten. Dies können müssen aber nicht körperlicher Natur sein. Neben extremen Formen von SM, kann es auch um moralische oder psychische Extremgratwanderungen handeln. Neben dem finden der persönlichen Grenzen kann es auch darum gehen, diese bewusst durch mehrfache Annäherung letztlich zu überschreiten indem eine Grenzverschiebung stattfindet. Da jeder andere persönliche Grenzen hat, ist es schwer allgemeine Beispiele hierzu zu bilden. Ein Edgeplay könnte sein zu schauen, wie viel der Körper bei einer SM Session aushält (oder auch der Geist) und erst dort zu stoppen, wo es zu einem irreparablen Schaden käme. ->Wer diese Spielart betreibt sollte sich immer auch der damit verbundenen Gefahren bewusst sein, Grenzen mögen klar gezogen sein, dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es eine Tagesform gibt und zudem Fantasie und Wirklichkeit gewisse Differenzen aufweisen können.


Electricity oder Electrosex

  Erotische Elektrostimulation ist eine sexuelle Praxis, bei der milde elektrische Ströme zum Zwecke der sexuellen Stimulation an Bereiche des Körpers angelegt werden. Diese elektrischen Ströme werden normalerweise an den Genitalbereich einer Person angelegt - einschließlich Penis, Hodensack, Klitoris und Vagina - obwohl auch andere Bereiche des Körpers einer erotischen Elektrostimulation unterliegen können. Diese Form der sexuellen Stimulation ist häufig, aber nicht auf BDSM beschränkt. Durch elektrische Stimulation der empfindlichen Körperregionen werden die Nervenenden im Körper stimuliert. Bei Anwendung auf die Genitalien kann diese Stimulation die Intensität eines Orgasmus erhöhen oder sogar einen Orgasmus ohne anderen sexuellen Kontakt auslösen. Erotische Elektrostimulation ist auch als Elektrosex und electric sex bekannt.


Facesitting

  Facesitting ist das Sitzen des dominanten Parts auf dem Gesicht oder auf dem Oberkörper d.h Brustbereich/Schultern des passivem. Dies kann bekleidet, oder unbekleidet erfolgen und dient der Atemkontrolle und oder der Verdeutlichung der Dominanz, sowie des Oralverkehres. Die Fesselung des Subs beim Facesitting unterstreicht noch einmal mehr seine Hilf und Wehrlosigkeit.


Figging

  Beim Figging wird ein Stück Ingwer als Analplug genutzt. Durch die ätherischen Öle wird die Schleimhaut gereizt. Dies kann zur Erregung des Partners oder auch als Bestrafung genutzt werden.


Fisting

  Fisting kann man als Faustdick oder Faustverkehr übersetzen und beschreibt die Praktik die gesamte Hand im Anus (oder der Vagina) ein zuführen. Bei dieser Praktik sind viele Sicherheitsvorkehrungen notwendig um Infektionen und Verletzungen zu vermeiden. Gleitgel und Handschuhe sollten unbedingt hierbei genutzt werden.


Flagellation oder Auspeitschen

  Das Auspeitschen, auch Flagellation, Geißeln oder Geißelung (von lat. flagellum, „Geißel“) ist das Zufügen extremer körperlicher Schmerzen durch Schläge mit einer Peitsche, einer Rute oder einem Rohrstock. Flagellation ist das Auspeitschen oder Auspeitschen einer Person. Obwohl es schmerzhaft klingen mag, ist es eine häufige erotische Aktivität im BDSM-Spiel. Dominante Spieler peitschen ihre unterwürfigen Partner oft mit Spielzeugen wie Peitschen, Neunschwänzige Katze und Floggers. Flagellation wird normalerweise als Strafe für ungehorsame Subs verwendet und die körperlichen Beschwerden, die diese Handlung verursacht, können sehr erotisch und sexuell anregend sein. Diese Spielzeuge bestehen häufig aus Materialien wie Leder, Gummi, Nylon, Hanf und sogar Metall.


Golden Shower oder Watersports

  Golden Shower ist eine Sexpraktik, bei der man auf seinen Partner pinkelt oder von seinem Partner angepinkelt wird. Diese Praktik ist auch bekannt unter dem Namen Natursektbestrahlung und wird auch Urophilie (also die Vorliebe für Urin) genannt. Liebhaber dieser Praxis finden es sexuell erregend, auf den Partner zu urinieren oder den Urin zu empfangen. Manche mögen es, den Urin oral aufzunehmen oder ihn auf dem ganzen Körper zu spüren. Die Faszination liegt dabei im Spiel mit Macht und Unterwerfung. Als unterwürfiger Part oder Masochist genießt man es, angepinkelt zu werden und bei einer Veranlagung zum Sadismus besteht die Erregung im Dominieren und Erniedrigen des Anderen. Auch der Geruch und Geschmack des Urins wird von vielen als sehr angenehm und lustvoll empfunden.


Humiliation

  Humiliation ist einvernehmliche psychologische Erniedrigung, um erotische oder sexuelle Erregung zu erzeugen. Die sexuelle Stimulierung kann für den gedemütigten und erniedrigten Menschen, für den Erniedrigenden oder für einen Zuschauer sein. Eine beliebte Methode, mit der man Unterwürfige erniedrigen kann, ist es, sie zu demütigen aber gleichzeitig sexuell zu stimulieren. Wer diese Form der Erniedrigung anstrebt, nutzt sie auch, um emotionale Befreiung zu erlangen. Humiliation kann ritualisiert werden, und im Gegensatz zu den meisten anderen BDSM Praktiken kann sie auch leicht über große Entfernungen hinweg (z. B. online oder per Telefon) durchgeführt werden.


Impactplay

  Impact Play ist eine Sexualpraktik, bei der eine Person (sub) (normalerweise wiederholend) von einer anderen Person (dom) geschlagen wird, um eine oder beide Parteien sexuell zu befriedigen. Es wird als eine Form von BDSM angesehen. Es gibt eine Reihe von Aktivitäten, die als Impact Play gelten. Bei erotischen Prügeln wird der Sub entweder mit der offenen Hand des Doms oder mit einem Paddel, einem Stock oder einer Reitpeitsche geschlagen. Im letzteren Fall wird die Aktivität oft als paddling, caning oder cropping bezeichnet. Die üblichen Bereiche zum Schlagen sind der Hintern und die inneren oder äußeren Oberschenkel.


Klinikspiel/weißes BDSM oder medical play

  Klinikspiele oder auch "weißes BDSM" genannt bedeutet die Person erregen Praktiken aus medizinischen Bereichen. Das kann einfach nur ein Rollenspiel a lá Arzt und Patient sein, es kann aber auch noch wesentlich intensiver und realer werden indem zum Beispiel mit echten medizinischen Instrumenten Untersuchungen und/oder Behandlungen durchgeführt werden. Die medizinische Eingriffe und Untersuchungen werden zum Zwecke der Befriedigung genutzt. Die Untersuchungen oder Eingriffe haben dabei keinen medizinischen Zweck sondern dienen dem BDSM Spiel. Medizinische Praktiken werden teilweise möglichst realitätsgetreu umgesetzt, teilweise dient das Setting lediglich als Aufhänger. Der aktive Part dabei ist auch meist der, der die dominante Rolle in diesem Spiel einnimmt.


Knifeplay

  Das Knifeplay (Messerspiel) ist im Allgemeinen eine Form des Angstspiels, des sensation play und des medical play (Klinikspiel) und zählt unter den BDSM-Aktivitäten, bei der Klingen (z. B. Messer, Schwerter oder Dolche) verwendet werden, um bei einem unterwürfigen Partner Angst und Aufregung zu erzeugen. Die Klinge wird normalerweise zum Abschneiden von Kleidung verwendet. Sie kann ein Gefühlsspiel (Kratzen der Haut) oder ein Temperaturspiel (Heiß oder Kalt machen der Klinge) beinhalten. Es gibt hohe Risiken durch unsachgemäße Technik. So können schweren oder tödlichen Wunden entstehen oder das Auslösen unbekannter psychologischer Ängste hervorgerufen werden, was zu einer unangenehmen Erfahrung oder einem vollständigen psychotischen Zusammenbruch führt. Auch sollte die Klinge immer gut gereinigt sein, um Infektionen zu vermeiden.


Konditionierung

  Eine Konditionierung ist ein An- und/oder Abtrainieren gewünschter und/oder unerwünschter Verhaltensweisen. Bsp. Das herausziehen eines Gürtels aus den Schlaufen der Hose, mit der folgenden Handlung eine Erregung hervor zu rufen. (Schläge auf den Hintern) Künftig soll hierdurch die Erregung direkt ausgelöst werden, weil bekannt ist, was kommen wird.


Koprophilie

  Mit der Koprophilie (gr. κόπρος kópros ‚Dung‘, ‚Mist‘, ‚Kot‘ und -philie) bezeichnet man den sexuellen Lustgewinn durch menschlichen Kot bzw. dessen Ausscheidung. Gängige Bezeichnungen bzw. Codes für Koprophilie sind (Natur-)Kaviar (Abk. KV), Scat (Scatplay) , Schokolade, Nutella oder Nougat. Die Erregung entsteht dabei beispielsweise durch das Beobachten des Ausscheidungsvorgangs, den Anblick von Kot oder auch durch direkten Körperkontakt. Auch das Aufhalten des Stuhlgangs bis zum Kontrollverlust und die dadurch entstehenden Gefühle können zum Lustgewinn führen. Solche Kotspiele können rein auto-erotisch oder mit einem Partner praktiziert werden. Der eigene oder fremde Kot wird dabei häufig auf dem eigenen oder fremden Körper verschmiert. Diese Neigung kann für einige Menschen auch bis zur Koprophagie, dem Essen der Exkremente, reichen. Aufgrund der Bakterien- und Pilzkonzentration im Stuhl birgt diese Sexualpraktik besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein gesundheitliches Risiko.


Limits

  Man unterscheidet unter sogenannte Hard-Limits, Grenzen die nicht verschoben werden können und Soft-Limits, Grenzen die auch verschoben werden dürfen. Ein Limit ist also eine Grenze, die Sub Dom vorgibt und die zunächst nicht ohne weiteres überschritten werden darf.


Little

  Littles sind Menschen, die sich noch viele kindliche Anteile bewahrt haben. Natürlich hat jeder Mensch ein inneres Kind in sich, bei Littles ist das aber sehr präsent. Das heißt, das Little verfällt gelegentlich (oder auch regelmäßig) in sehr kindliches Verhalten und Denken. Little fühlt sich, als sei es wieder ein Kind. Liebt z.B. Malbücher oder Disneyfilme. Die ganz intensiven Momente werden „Little Space“ genannt.


Little Space

  Der Little Space ist ein sehr intensiver Moment mit sehr intensiven Gefühlen und Emotionen. Das Little fühlt sich in dieser Zeit ganz besonders kindlich, fällt in ihr „Little Alter“. Während dieser Zeit fallen alle Schutzmechanismen ab und das Little ist psychisch nackt. Entsprechend empfindlich ist es während dieser Zeit und deswegen lassen Littles ihren Little Space nur zu, wenn sie sich absolut sicher fühlen. Buntes wirkt plötzlich noch bunter. Freudiges macht noch mehr Freude. Aber schlimme Dinge machen auch unendlich traurig, können ein Little tief verletzen. Das Little ist während dieser Zeit ganz bei sich. Ganz bei den Emotionen. Der Kopf schaltet sich aus . Ein kleiner Urlaub von alltäglichen Stress und Sorgen. Little fühlt sich sicher und geborgen. Es kann ihren Emotionen freien Lauf lassen. Little Space kann sehr heilsam sein. Sexualität wird auf ganz andere Weise empfunden. Es kann plötzlich eklig und abstoßend werden. Oder auch besonders intensiv und intim.


Lustschmerz

  Lustschmerz empfinden zu können, bedeutet eine sexuelle Erregung durch das Zufügen von Schmerzen aufzubauen. Grundsätzlich löst aber nicht jeder Schmerz Lustschmerz bei einem Masochisten aus, es muss im richtigen Rahmen und mit der richtigen Intention erfolgen.


Masochismus

  Masochismus bedeutet die Person erregt es wenn ihr Schmerzen zugefügt werden. Welche Art Schmerz und in welcher Intensität ist von Mensch zu Mensch verschieden. Auch hier gilt allerdings es geschieht absolut einvernehmlich und der Masochist kann sich darauf verlassen das der Sadist sich nur innerhalb abgesprochener Grenzen bewegt.


Metakonsens

  Als Metakonsens werden innerhalb der BDSM-Szene umstrittene erotische Rollenspiele bezeichnet, die sich im Grenzbereich zwischen einvernehmlichem und nicht einvernehmlichem Handeln bewegen. Der Metakonsens wird im Deutschen seltener auch mit dem englischen Begriff „consensual non-consent“ (CNC, einvernehmliche Nichteinvernehmlichkeit) bezeichnet.


Mindgame

  Beim Mindgame wird mit der Fantasie der oder des Subs gespielt. Es geht darum eine Situation zu erschaffen, bei dem er oder sie nicht mehr unterscheiden kann was real und was eingebildet ist. Es kann dabei mit Lügen, Simulationen, Sinnesentzug, eingeweihten Dritten und auch Emotionen wie Angst und Erwartungen gespielt werden. Einige nennen ein Mindgame auch Mindfuck, da sich elementare Bestandteile der Situation in Subs Kopf abspielen.


Needleplay oder Play Piercing

  Needleplay ist eine oder mehrere Nadeln, die eher zum sexuellen Vergnügen als zum ästhetischen Ergebnis in die Haut gestochen werden. Die Nadeln, welche die Person während der Session gesetzt bekommt, werden am Ende jeder Sitzung entfernt damit die Wunden heilen können. Die Nadeln, die während einer Piercing-Sitzung in die Haut eingebracht werden, sind normalerweise nur für diese Sitzung vorhanden. Diese Nadeln werden normalerweise so platziert, dass beide Enden zugänglich sind, so dass sie gedreht und gezogen werden können, um der gestochenen Person verschiedene Empfindungen zu vermitteln. Das durch Needleplay erzeugte Endorphinhoch ist ziemlich intensiv und kann in einigen Fällen einen Orgasmus auslösen.


Odaxelagnia

  Odaxelagnie ist eine sexuelle Paraphilie, bei der eine Person eine ungewöhnliche sexuelle Erregung hat, die mit Beißen oder Bissen zusammenhängt. Diese besondere Paraphilie wird oft mit Sadismus, Masochismus und Vampirfetischen in Verbindung gebracht. Das heißt, Erregung durch Beißen oder gebissen zu werden.


Orgasmuskontrolle

  Das Wort spricht schon für sich, der dominante Part übernimmt die Kontrolle über die Orgasmen des devoten Parts. Das bedeutet, der dominante Part entscheidet wie, wo und wann. Ob das nun bedeutet das der devote Part das maximale Maß an möglichen Orgasmen erreichen muss oder mal nicht darf obliegt der Handhabung. Oft ist es ein Wechselspiel aus süßer Qual durch die Verweigerung und dann die Erlösung wenn der devote Part dann einen Orgasmus haben darf.


Petplay

  Beim Petplay schlüpft mindestens einer der Beteiligten in die Rolle eines Tieres und passt dabei sein Verhalten an das jeweilige Tierverhalten an. Dies kann zudem noch mittels Outfits (Pfoten, Ohren, Körbchen, Hundeleine/Pferdegeschirr) intensiviert werden. Die Spielart selbst ist wenig festgelegt. Es können zwei Tiere miteinander interagieren, es kann auch mit einem Tierhalter erfolgen, das Tier muss nicht devot sein, Geschlechtsidentitäten können wechseln und es muss nicht zwingend ein real existierendes Tier sein um das es geht.


Public Disgrace

  Allgemein heißt es die öffentliche Demütigung eines/r Sub/Sklavin durch Vorführung oder sexuelle Handlungen vor anderen Menschen/ in der Öffentlichkeit. Wichtig dabei ist für viele der Faktor das sich Sub/Sklavin "schämt" es aber im Endeffekt ein großer Anturn für ihn/sie ist.


Psychrocism

  Psychrocism bezieht sich auf sexuelle Erregung und Befriedigung durch frieren. Die Erregung entsteht durch Kälte, selbst zu frieren oder frierende Menschen zu beobachten. Dies bedeutet nicht, dass man in Gefrierschränken gehen muss. Es kann in den gewohnten Sexspielen mit integriert werden, indem Eis mit einbezogen wird. Natürlich ist es immer einfacher, Orte zu wählen, an denen die Temperaturen von Natur aus sinken oder niedrig sind.


Rack

  Risk-Aware-Consensual-Kink (auch Risk-Accepting-Consensual-Kink) ist eine Möglichkeit, die Grenzen des BDSMs zu definieren, also die Frage zu beantworten, welche Praktiken noch "ok" sind und welche nicht. Im Gegensatz zum SSC wird hierbei nicht verlangt, dass eine Praktik "safe", also "sicher", ist, sondern es wird verlangt, dass die (allesamt einwilligungsfähigen) Teilnehmer sich über die Risiken im Klaren sind und dann entscheiden, ob sie diese in Kauf nehmen wollen oder nicht..


Rapegame

  Rapegame ist eine Spielart bei dem eine Vergewaltigung nachempfunden wird, ohne dass es aber zu einer solchen kommt. Dies bedeutet, dass alle Beteiligten dies so wollen, vollumfänglich in die Handlungen eingewilligt haben und auch jederzeit aussteigen können. Es ist eine Art Rollenspiel, bei dem in die Täter- und Opferrolle geschlüpft wird, ohne eben selbst Täter oder Opfer zu werden.


Rimming

  Der Anilingus (lat. anus „After“ und lingere „lecken“; engl. Rimming oder Rim-Job; auch als Oroanalkontakt,  Zungenanal (abgekürzt ZA), Afterlecken[2] oder lateinisch inkorrekt als Analingus bezeichnet) stellt eine orale Sexualpraktik dar, bei welcher der Anus, meist inklusive Dammregion, mit Lippen und Zunge stimuliert wird, und kann sowohl oberflächlich als auch durch Penetration des Anus mit der Zunge erfolgen. Die Analregion ist mit zahlreichen Nervenenden besetzt und gehört zu den erogenen Zonen vieler Menschen.


Rollenspiel

  Bei einem Rollenspiel schlüpft mindestens eine Person in eine Rolle, welche sie nachspielt. In Bezug auf diese Rolle gibt es keine Grenzen, sie können fiktional, historisch oder auch tagesaktuell sein. Rollenspiele die im Bereich BDSM vorkommen sind Rapeplays, historische Settings, Pet- oder auch Ageplay, um nur einige zu nennen. Das Schlüpfen in die Rolle hilft einigen BDSMlern dabei sich mehr von ihrem Alltagsich abzugrenzen und sich damit freier zu fühlen oder es wird damit ein besonderer Kink ausgelebt.


Sadismus

  Sadismus im Kontext BDSM bedeutet der Sadist fügt dem devoten/masochistischen Gegenpart auf verschiedenste Arten und Weisen Schmerzen zu und zieht daraus seinen Lustgewinn. Das wichtige dabei, dies geschieht einvernehmlich. Der Sadist bewegt sich innerhalb abgesteckter Grenzen (eigene oder die vom devoten).


Sensory Deprivation

  Sensory Deprivation ist eine Form des sensation play, die häufig in BDSM integriert wird. Es geht darum, einer Person, normalerweise einer unterwürfigen Person, bestimmte Sinne wie Sehen und Hören zu entziehen. Dies hilft ihnen nicht nur, sich hilfloser zu fühlen, sondern macht auch ihre anderen Sinne wie Berührungen empfindlicher für Reize. Dies führt normalerweise zu einer intensiv erotischen Erfahrung.


Session

  Eine BDSM-Session ist ein zeitlicher Rahmen, innerhalb dessen bestimmte Praktiken aus dem BDSM-Bereich durchgeführt werden. Die Länge des Zeitraumes kann dabei, wie auch die Anzahl der teilnehmenden Personen, variieren. Die Festlegung eines festen Rahmens hilft dabei, bestimmte Praktiken oder Verhaltensformen, die nur innerhalb der Session durchgeführt werden, von der restlichen Zeit abzugrenzen. Häufig folgt auf das Ende einer Session eine Phase des Aftercare.


Snowballing

  Snowballing ist auch als Cumswap bekannt. Nach dem Oralverkehr wird das Sperma des Partners im Mund gesammelt und dann nicht einfach ausgespuckt oder heruntergeschluckt – sondern ausgetauscht.


Somnophilia

  Somnophilia ist der Drang, eine sexuelle Begegnung mit jemandem zu haben, der schläft. Sie werden von schlafenden oder bewusstlosen Personen erregt. Obwohl Paraphilien oder intensive sexuelle Wünsche häufig sind, können sie ein ernstes Problem darstellen, wenn sie das Leben einer Person auf destruktive Weise beeinträchtigen. Starker Drang zur Somnophilie wirft häufig Probleme auf, weil die Partner dem sexuellen Kontakt nicht zustimmen können.


Sounding/Urethral Sound oder Harnröhrenstimulation

  Die Harnröhrenstimulation bezeichnet eine Sexualpraktik, bei der die männliche oder weibliche Harnröhrenöffnung stimuliert wird. Dies kann entweder manuell oder durch das Einführen von Objekten geschehen. Der Stab ist eine lange, glatte Stange aus Metall oder Silikon, die je nach Typ entweder gerade, gebogen oder gewollt sein kann. Menschen verwenden Soundig Stäbe, um die Harnröhre sowohl im Einzel- als auch im Partnerspiel zu penetrieren..


Spanking

  Die aktive Person(en) schlägt / schlagen passive Person(en) in Einvernehmlichkeit. Der Zweck des Spanking kann Lust sein, Züchtigung oder Strafe. Statt der Hände kann der Aktive verschiedenste Schlaginstrumente benutzen. Was die Intensität der Schläge betrifft, ist von zart bis hart, auch abhängig vom eingesetzten Hilfsmittel, alles möglich. Die wohl bekannteste Schlagregion ist der Po, dennoch muss Spanking nicht darauf beschränkt bleiben, der menschliche Körper bietet noch weitere geeignete Stellen. Spanking ist oft Bestandteil einer SM-Session und es kann auch ohne andere Aktionen durchgeführt werden als reine Spanking-Session oder als Strafe.


SSC

  Die Abkürzung SSC steht für: Safe, Sane, Consensual. Dieses Konzept, das sich vor sehr vielen Jahren in der BDSM Szene etabliert hat, stellt darauf ab, dass man nur etwas einvernehmlich und mit gesundem Menschenverstand machen soll, das zudem als sicher gilt.


Sub

  Sub ist die Kurzform von submissiv und ist eine Bezeichnung für eine Person, unabhängig vom Geschlecht, die eine devote Neigung hat und den Wunsch hat, sich einem dominanten Partner in den von beiden abgesteckten Raum unterzuordnen um diese Neigung dementsprechend mit dem passenden Gegenpart zusammen auszuleben.


Subspace

  Der Subspace bezeichnet einen geistigen Zustands des oder der Sub bei dem er oder sie vollkommen in seine Rolle eintaucht und alles außerhalb dieser Rolle vollständig oder zumindest sehr weitgehend in den Hintergrund rückt. Es könnte somit als extreme Art der geistigen Fokussierung auf das jeweilige BDSM Spiel verstanden werden, bei dem alles andere (weitestgehend) seine Bedeutung verliert. Dieser Zustand kann auf verschiedenste Arten erreicht werden, meist durch besonders intensive BDSM Erfahrungen. Auch wenn es Subspaß heißt, wird dieser Zustand ebenfalls im Bereich SM und Bondage verwandt. Der Subspace wird in der Regel als eine sehr tolle Erfahrung empfunden, er macht dem ein oder anderen BDSMler aber auch Angst oder aber es gibt Probleme nachdem der Subspace verlassen wurde und realisiert wird was gerade alles gemacht wurde. Die Phasen bestehen aus dem Eintauchen, Verweilen und Auftauchen.


Switcher

  Ein Switcher ist eine Person, die sich sowohl in der dominanten als auch in der submissiven "Rolle" wohlfühlt, wobei dies vermutlich mit dem jeweiligen Gegenüber, der Situation und auch der eigenen Stimmung zusammenhängt. Ein Switcher nimmt nicht seinem (Spiel-)Partner zuliebe die eine oder die andere "Rolle" ein, sondern weil tatsächlich beide Seiten in ihm sind, er sie wirklich fühlt und lebt – weil seine Neigungen in beide Richtungen gehen und sich für ihn richtig anfühlen.


Tease and Denial

  Tease and Denial kommt aus dem Englischem und bedeutet erregen und verweigern. Es ist eine sexuelle Praktik, bei der die Erregung immer mehr gesteigert wird ohne jedoch in einem Orgasmus zu münden, dieser wird explizit verweigert. Um die Erregung zu steigern, ohne jedoch einen Orgasmus zu erreichen. Unter BDSMlern kommt diese Technik teilweise vor und zeigt, dass der dominante Part über den Orgasmus des devoten Parts bestimmen kann. Durch das wiederholte bringen bis kurz vor den Orgasmus (oder bei MaleSubs auch zum nur ruinierten Orgasmus) wird zum einen Kontrolle ausgeübt und zum anderen die mögliche Orgasmusintensität beim devoten Part gesteigert. Verweigern muss dabei nicht bedeutet, dass dem devoten Part der Orgasmus dauerhaft verweigert wird. Häufig wird der Orgasmus, der wegen der sehr stark aufgebauten Erregung (sofern sie nicht in Frustration umschlägt) sehr intensiv sein kann, ans Ende der Session gelegt.


Temperaturspiel oder Hot - Coldplay

  Temperaturspiel (engl. temperature play) ist eine sexuelle Praktik, die zum BDSM gezählt wird. Dabei werden erwärmte bzw. gekühlte Objekte und Substanzen dazu genutzt, das sinnliche Empfinden zu verstärken.


TPE

  TPE (Total Power Exchange) ist ein Beziehungsmodell, bei dem der devote Part sämtliche Entscheidungsgewalt über sich an den dominanten Part überträgt. Der dominante Part darf in jeglicher Hinsicht und in allen Lebensbereichen auch gegen den Willen des devoten Parts entscheiden. Dies bedeutet nicht zwangsläufig ein komplettes Micromanagement des devoten Parts. Der dominante Part kann beliebige Entscheidungsspielräume an den devoten Part übertragen, allerdings auch jederzeit wieder einschränken. Da der devote Part allen Wünschen bzw. Anordnungen des dominanten Parts nachkommen muss, bedeutet es in letzter Konsequenz, dass keine Tabus und kein verpflichtendes Safeword existieren und der devote Part die Beziehung nicht gegen den Willen des dominanten Parts beenden darf.


Tunnelspiel

  Ein Tunnelspiel ist eine Praktik, die nicht ohne weiteres abgebrochen werden kann. Hierbei muss der/die Ausübende das Tunnelspiel aushalten bis die Wirkung vorbei ist. Tunnelspiele haben einige besondere Eigenschaften. Die Unfähigkeit, das Spiel abzubrechen, verstärkt das Gefühl von Hilflosigkeit. Man kann damit Limits erweitern indem man das Tunnelspiel entsprechend dimensioniert und bewusst in das Spiel einsteigt. Tunnelspiele können Sub objektifizieren und/oder eine erotische Distanz zwischen Dom und Sub herstellen, weil die Wirkung sich entfaltet ohne dass Dom aktiv oder in unmittelbarer Nähe ist. Der Begriff "Tunnelspiel" kommt von dem Bild, einen dunklen Tunnel zu durchqueren und nicht umdrehen zu können, bis man das Ende des Tunnels erreicht hat.


Vanilla

  Vanilla Der Begriff Vanilla stammt aus dem englischsprachigen Raum und wird dort für "einfach und ohne Schnickschnack" verwendet und steht im Kontext Sexualität für Personen in einfachen, traditionell monogamen Beziehungen die ohne zusätzlichen sexuellen Nervenkitzel auskommen.


Verleih

  Wenn der Dom seinen Sub jemand anderen für BDSM zur Verfügung stellt, spricht man von Verleih. Die Gründe dafür (Erniedrigung, Erziehung, Spaß) können sehr unterschiedlich sein, ebenso wie die Umsetzung (vorgegeben, frei, Anwesenheit des Doms der verleiht oder auch nicht, an Einzelperson oder auch Gruppen, mit oder ohne Auflagen, usw).


Vorführung

  Bei einer Vorführung wird eine Sub oder werden auch mehrere Subs in den Fokus von anderen BDSMlern gestellt. Diese Sub(s) soll(en) dann zeigen was sie kann/können. Es geht also darum anderen BDSMlern die eigenen bzw die Fähigkeiten von Sub zu präsentieren. Die Art und Weise diese Präsentation kann sehr unterschiedlich sein, von einer kleinen Session mit dem/der Dom/se bis hin zu Überlassung zur Nutzung durch die Anwesenden.


Voyeurism

  Voyeurismus (fr. voir für „sehen“ und voyeur für „Seher“) ist eine Form der Sexualität, bei der ein Voyeur (umgangssprachlich auch Spanner genannt) durch das Betrachten von seiner Präferenz entsprechenden, sich entkleidenden oder nackten Menschen oder durch das Beobachten sexueller Handlungen sexuell erregt wird. Im engeren Sinn bezeichnet der Begriff das heimliche Beobachten einer unwissenden Person, im weiteren Sinn jegliche Form der Lust am Betrachten.


Waxplay

  Das Wachsspiel ist eine Form der sinnlichen Interaktion, bei der eine Person warmes oder heißes Wachs auf den nackten Körper seines Partners tropft. Das Gefühl, dass das Wachs auf den Körper trifft, verursacht einen Adrenalinstoß, der die Erregung erhöht. Obwohl Wachsspiel oft mit BDSM-Praktiken kombiniert wird, wird es auch von Menschen mit einem breiten Spektrum sexueller Interessen außerhalb der BDSM-Community genossen.

! Bedenkt bitte, dass es im Kink-Bereich keine absoluten Definitionen gibt, sondern jeder diese Begriffe individuell auslegt. Versteht diese Beschreibungen also bitte eher als grobe Richtlinie. !